Augustow – Puszcza Augustówska
Der nordöstlich der Masurischen Seenplatte gelegene Augustów-Wald (Puszcza Augustówska) ist einer der größten Waldkomplexe Polens. Er bedeckt mit seinen 114 000 ha fast die gesamte Augustów-Ebene, die sich im südlichen Teil der Seenplatte von Augustów und Suwałki befindet. Das Gebiet ist flach und dünenreich. Auf dem sandigen Boden wachsen vor allem Kiefern und Fichten. Viele Bäume sind über 120 Jahre alt. Der größte Fluss der Region ist die Czarna Hancza.
Vom Wigry-See – dem tiefsten See Polens - bis nach Augustow fahren wir entlang der Czarna Hancza und des Augustow Kanal zum bedeutendste Urlaubsort nach Augustów, wo wir auch die ersten Tage und die letzten 6 Tage verbringen.
Die zwei wertvollsten Naturoasen sind der Fluss Czarna Hancza und der
Wigry-See. Die 147 km lange, in den Njemen mündende Czarna Hancza hat ihre
Quelle in den Moränenhügeln nördlich des Hancza-Sees und durchfließt den
Wigry-See. Die Czarna Hancza hat zwei Antlitze: von der Quelle bis zur Mündung
in den Wigry-See ist sie ein wilder, schnell fließender Fluss mit großem
Gefälle. Jenseits des Wigry-Sees wird sie zu einem Tieflandfluss, der behäbig
durch die umliegenden Felder und Wälder mäandriert.
Der Wigry-See ist ein sehr großer See (2187 ha, max. Tiefe 73 m) mit
unregelmäßigen Ufern. Seine Inseln und Buchten und die umliegenden Wälder sind
überaus reizvoll. Einen Ufergang sollte man dem Besuch des Kamaldulenserklosters
von Wigry widmen.
Sowohl der Fluss als auch der See stehen unter Schutz. Dazu wurde 1989 der 15
ha große Wigry-Nationalpark (Wigierski Park Narodowy) geschaffen. Der Park
gehört zu den wildesten und schönsten Ecken Polens. Hier wachsen 1000
Gefäßpflanzenarten, von denen 60 streng geschützt sind. An den Seen und in den
Wäldern wachsen mehrere Farnarten, Sumpfbärlapp und viele Blumen, darunter 19
Orchideenarten. Es gibt seltene Pflanzen wie den insektenfressenden Sonnentau,
die Zwergbirke, den Torfsteinbrech oder das königliche Läusekraut.
Im Wigry-Nationalpark leben 46 Säugetierarten. Die größten Raubtiere sind die
Wölfe, die am häufigsten im südlichen Teil des Parks vorkommen. Es gibt aber
auch Füchse, Marderhunde, Marder, Wiesel, Dachse, Hermeline, amerikanische Nerze
und Elche. Charakteristisch sind für diese Gebiete die Biber, die als Symbol des
Wigry-Nationalparks gelten und von denen es hier 250 Exemplare gibt.